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SUMMARY:Jesu\, meine Freude
DESCRIPTION:Programmfolge:\nDieterich Buxtehude (ca. 1637-1707)\nDu Friedef
 ürst\, Herr Jesu Christ\, BuxWV 20\nKantate für fünfstimmigen Chor\, In
 strumente und B. c\nAndreas Hammerschmidt (1611-75) \nLobe den Herren\, m
 eine Seele\, HaWV 185\nGeistliches Konzert für Sopran\, Bass\, Instrument
 e und B. c.\nPēteris Vasks (geb. 1946)\nPater noster für Chor und Instru
 mente\nGeorg Philipp Telemann (1681-1767) \nSonate für zwei Violinen op.
  2\, Nr. 4 TWV 40:104\nLargo – Allegro – Affetuoso - Vivace\nJohann Se
 bastian Bach (1685-1750)\nJesu\, meine Freude\, BWV 227\nMotette für fün
 fstimmigen Chor und B. c.\nDieterich Buxtehude \nSonata à tre\, BuxWV 271
 \nKnut Nystedt (1915-2014)\nPeace I leave with you \nfür Chor a cappella\
 nDieterich Buxtehude \nBefiehl dem Engel\, dass er komm\, BuxWV 10\nKantat
 e für vierstimmigen Chor\, Instrumente und B. c\n&nbsp\;\n\nAusführende:
  \n\nInstrumentalisten\n\nDetmolder Vokalensemble (Soli: Ariane Möller u
 nd Volker Perret)\n\nLeitung:\nAndrea Schwager\n\n&nbsp\;\n\nProgrammerlä
 uterung:\n\nDie Passionszeit weist auf die Karwoche und damit auf das Leid
 en Jesu hin. Der Sonntag „Laetare“ – freut euch“ hat\, obwohl nur 
 noch wenige Wochen vor Palmsonntag \, dagegen einen heiter gelösten Chara
 kter. Das Lied „Jesu\, meine Freude“ (Text: Johann Franck\, Melodie: J
 ohann Crüger) ist ihm als Hauptlied zugeordnet. Und so verbindet das Prog
 ramm barocke Werke um J. S. Bachs gleichnamige Motette mit Chorliteratur d
 es 20. Jahrhunderts.\n\nDie Barockzeit war geprägt von menschlichen Katas
 trophen: Der 30jährige Krieg verwüstete Europa\, Seuchen und Hunger pein
 igten die Men­schen. Umso bemerkenswerter erscheint es\, dass gerade dies
 e Epoche in den Künsten\, und besonders in der Musik\, Werke hervorgebrac
 ht hat\, die von einer großen freudigen Glaubensgewissheit geprägt sind.
 \n\nDieterich Buxtehude (ca. 1637-1707) war über 40 Jahre als Organist an
  der Marienkirche in Lübeck tätig\, eines der höchst geachteten Organis
 tenämter in der damaligen protestantischen Welt. Sein Ruhm als Organist w
 ar schon zu Lebzeiten legendär: Studienbesuche u.a. von J. S. Bach (der s
 einen Urlaub überzog und damit seine Anstellung riskierte)\, Johann Matth
 eson und G.F. Händel sind überliefert.\n\nBuxtehude führte die Abendmus
 iken seines Vorgängers Franz Tunder\, eine Reihe von geistlichen Konzerte
 n\, zur vollen Blüte und komponierte dafür eine große Menge von Vokalko
 mpositionen. Dabei können die Abschnitte des Chores in der Besetzungsgrö
 ße variieren\, so dass eine große Abwechslung entsteht. \n\nAndreas Ham
 merschmidt (1611-75) zählt zu den bedeutenden Meistern der deutschen prot
 estantischen Kirchenmusik in der Generation nach Heinrich Schütz. Bei sei
 nen solistisch besetzen Geistlichen Konzerten imitieren die Instrumente di
 e Vokalstimmen\, so dass ein komplexer polyphoner Satz entsteht\, der die 
 Textverständlichkeit in den Mittelpunkt rückt. \n\nJ. S. Bachs Motette 
 „Jesu meine Freude“ steht im Mittelpunkt des Programms. Bach komponier
 te diese Motette zwischen 1723 und 1735\, vermutlich für eine Begräbnis-
  oder Gedächtnisfeier\, der konkrete Anlass ist nicht eindeutig geklärt.
 \n\nGrundlage ist das gleichnamige Kirchenlied von Johann Franck\, der Tex
 t vermittelt die Abkehr von weltlichen Dingen zur zuversichtlichen und hei
 ter-gelassenen Hinwendung zu Jesus. Zwischen die sechs Strophen hat Bach j
 eweils eine Stelle aus dem Römerbrief gesetzt. Mittelpunkt der symmetrisc
 hen Anlage ist die zentrale Fuge „Ihr aber seid nicht fleischlich“\, d
 abei wird das Wort „geistlich“ durch lebhafte Koloraturen ausgedrückt
 .\n\nZu Bachs Zeit war es üblich\, bei den Motetten Instrumentalisten mit
 musizieren zu lassen\, die Vokalstimmen zumindestens mit Generalbass-Instr
 umenten zu unterstützen\, wie es bei diesem Konzert der Fall sein wird.\n
 \nGeorg Philipp Telemann (1681-1767) wirkte einen großen Teil seines Lebe
 ns als Director musices in Hamburg\, er war auch international hoch angese
 hen. Sein Schaffen enthält alle Gattungen der Zeit\, auch kleinbesetze We
 rke (wie die Sonaten für ein oder zwei Instrumente) Mit J. S. Bach verban
 d ihn eine lebenslange Freundschaft\, Telemann ist Patenonkel von Bachs zw
 eitem Sohn Carl Philipp Emanuel. \n\nIn Kontrast zu den Werken der Barock
 zeit stehen in diesem Programm Stücke aus dem 20. Jahrhundert. Die medita
 tive Vertonung des Vaterunser von Pēteris Vasks (geb. 1946)\, in der sich
  sphärische Klangflächen langsam aufbauen und wieder zurücknehmen\, wir
 kt fast wie ein musikalisches Gebet ohne Worte. Die Kompositionen von Knut
  Nystedt (1915-2014) waren maßstabgebend für die Chormusik des 20. und 2
 1. Jahrhunderts. Die Verheißung Jesu aus seinen Abschiedsreden komponiert
  er in „Peace I leave with you“ in schlichter Harmonik. So erhält die
  Bitte um Segen und Schutz in und bei Gott noch einmal Gewicht.\n\nAndrea 
 Schwager\n\n&nbsp\;\n\n&nbsp\;
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