Jesu, meine Freude

Jesu, meine Freude

Wann

1. März 2026    
17:00 - 18:00

Wo

Ev.-ref. Kirche Detmold-Hiddesen
Akazienstr. 3, Detmold, 32760

Veranstaltungstyp

Programmfolge:

Dieterich Buxtehude (ca. 1637-1707)
Du Friedefürst, Herr Jesu Christ, BuxWV 20
Kantate für fünfstimmigen Chor, Instrumente und B. c

Andreas Hammerschmidt (1611-75) 
Lobe den Herren, meine Seele, HaWV 185
Geistliches Konzert für Sopran, Bass, Instrumente und B. c.

Pēteris Vasks (geb. 1946)
Pater noster für Chor und Instrumente

Georg Philipp Telemann (1681-1767) 
Sonate für zwei Violinen op. 2, Nr. 4 TWV 40:104
Largo – Allegro – Affetuoso – Vivace

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Jesu, meine Freude, BWV 227
Motette für fünfstimmigen Chor und B. c.

Dieterich Buxtehude
Sonata à tre, BuxWV 271

Knut Nystedt (1915-2014)
Peace I leave with you
für Chor a cappella

Dieterich Buxtehude
Befiehl dem Engel, dass er komm, BuxWV 10
Kantate für vierstimmigen Chor, Instrumente und B. c

 

Ausführende: 

Instrumentalisten

Detmolder Vokalensemble (Soli: Ariane Möller und Volker Perret)

Leitung:
Andrea Schwager

 

Programmerläuterung:

Die Passionszeit weist auf die Karwoche und damit auf das Leiden Jesu hin. Der Sonntag „Laetare“ – freut euch“ hat, obwohl nur noch wenige Wochen vor Palmsonntag , dagegen einen heiter gelösten Charakter. Das Lied „Jesu, meine Freude“ (Text: Johann Franck, Melodie: Johann Crüger) ist ihm als Hauptlied zugeordnet. Und so verbindet das Programm barocke Werke um J. S. Bachs gleichnamige Motette mit Chorliteratur des 20. Jahrhunderts.

Die Barockzeit war geprägt von menschlichen Katastrophen: Der 30jährige Krieg verwüstete Europa, Seuchen und Hunger peinigten die Men­schen. Umso bemerkenswerter erscheint es, dass gerade diese Epoche in den Künsten, und besonders in der Musik, Werke hervorgebracht hat, die von einer großen freudigen Glaubensgewissheit geprägt sind.

Dieterich Buxtehude (ca. 1637-1707) war über 40 Jahre als Organist an der Marienkirche in Lübeck tätig, eines der höchst geachteten Organistenämter in der damaligen protestantischen Welt. Sein Ruhm als Organist war schon zu Lebzeiten legendär: Studienbesuche u.a. von J. S. Bach (der seinen Urlaub überzog und damit seine Anstellung riskierte), Johann Mattheson und G.F. Händel sind überliefert.

Buxtehude führte die Abendmusiken seines Vorgängers Franz Tunder, eine Reihe von geistlichen Konzerten, zur vollen Blüte und komponierte dafür eine große Menge von Vokalkompositionen. Dabei können die Abschnitte des Chores in der Besetzungsgröße variieren, so dass eine große Abwechslung entsteht. 

Andreas Hammerschmidt (1611-75) zählt zu den bedeutenden Meistern der deutschen protestantischen Kirchenmusik in der Generation nach Heinrich Schütz. Bei seinen solistisch besetzen Geistlichen Konzerten imitieren die Instrumente die Vokalstimmen, so dass ein komplexer polyphoner Satz entsteht, der die Textverständlichkeit in den Mittelpunkt rückt. 

J. S. Bachs Motette „Jesu meine Freude“ steht im Mittelpunkt des Programms. Bach komponierte diese Motette zwischen 1723 und 1735, vermutlich für eine Begräbnis- oder Gedächtnisfeier, der konkrete Anlass ist nicht eindeutig geklärt.

Grundlage ist das gleichnamige Kirchenlied von Johann Franck, der Text vermittelt die Abkehr von weltlichen Dingen zur zuversichtlichen und heiter-gelassenen Hinwendung zu Jesus. Zwischen die sechs Strophen hat Bach jeweils eine Stelle aus dem Römerbrief gesetzt. Mittelpunkt der symmetrischen Anlage ist die zentrale Fuge „Ihr aber seid nicht fleischlich“, dabei wird das Wort „geistlich“ durch lebhafte Koloraturen ausgedrückt.

Zu Bachs Zeit war es üblich, bei den Motetten Instrumentalisten mitmusizieren zu lassen, die Vokalstimmen zumindestens mit Generalbass-Instrumenten zu unterstützen, wie es bei diesem Konzert der Fall sein wird.

Georg Philipp Telemann (1681-1767) wirkte einen großen Teil seines Lebens als Director musices in Hamburg, er war auch international hoch angesehen. Sein Schaffen enthält alle Gattungen der Zeit, auch kleinbesetze Werke (wie die Sonaten für ein oder zwei Instrumente) Mit J. S. Bach verband ihn eine lebenslange Freundschaft, Telemann ist Patenonkel von Bachs zweitem Sohn Carl Philipp Emanuel. 

In Kontrast zu den Werken der Barockzeit stehen in diesem Programm Stücke aus dem 20. Jahrhundert. Die meditative Vertonung des Vaterunser von Pēteris Vasks (geb. 1946), in der sich sphärische Klangflächen langsam aufbauen und wieder zurücknehmen, wirkt fast wie ein musikalisches Gebet ohne Worte. Die Kompositionen von Knut Nystedt (1915-2014) waren maßstabgebend für die Chormusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Verheißung Jesu aus seinen Abschiedsreden komponiert er in „Peace I leave with you“ in schlichter Harmonik. So erhält die Bitte um Segen und Schutz in und bei Gott noch einmal Gewicht.

Andrea Schwager

 

 

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